... oder Entspannung für Eilige.
Heute Morgen blätterte ich durch das schön gestaltete Apotheken-Magazin "pro vita" und las mit Interesse einen Artikel über Herrn Hipp.
Vorher stolperte ich jedoch über eine Produktinformation eines Herstellers, der grünen Tee als Pulver, Tablette oder Lutschpastille anbietet.
Der wissenschaftliche Hintergrund ist, dass in grünem Tee die Substanz Epigallocatechingallat das Risiko für Krebs, Herz- und Gefäßerkrankungen senken soll.
Im fernen Osten ist die Teezeremonie (der Weg des Tees) ein Ritual, das in eigens dafür eingerichteten Teehäusern abgehalten wird. Die Teezeremonie ist eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden und strebt einen Zustand der inneren Versenkung an.
In unserer modernen Gesellschaft sind Herz-Kreislauferkrankungen die häufigsten Todesursachen. Claus Hipp ist überzeugt davon, dass "wir alle einmal Rechenschaft ablegen müssen, und da werden wir nicht danach beurteilt, wie viel Geld wir hatten, sondern danach, was wir damit gemacht haben! Mitnehmen können wir eh nichts".
Das Streben nach mehr Geld durch mehr Gewinn, der durch immer mehr Arbeit erzielt wird, bringt uns also zwangsläufig ins Grab - und wir oder andere haben von all dem schönen Geld nichts gehabt.
Weihnachten ist ein westliches Ritual, das über die Jahre jedoch zu einer Konsumjagd verkommen ist. Gerade in der Weihnachtszeit sollten wir uns auf alte Weisheiten und Rituale besinnen und unseren Alltag entschleunigen.
Und auch in der Zeit danach müssen wir uns Orte schaffen, unsere eigenen Teehäuser, an denen wir zur Ruhe kommen, um den Stress des Alltags abzubauen. Wenn wir es schaffen diese Ruhe auf andere Lebensbereiche zu übertragen, werden wir feststellen, dass man Entspannung nicht in Kapseln packen kann.
Diesen Blogeintrag habe ich in aller Ruhe bei einer Tasse grünem Tee geschrieben, wie wäre er wohl ausgefallen, wenn ich stattdessen eine Kapsel mit einem Schluck Wasser zu mir genommen hätte?